Marion Janßen
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Hinweise
Jahresbericht 2010
Der Jahresbericht 2010 des DRK-Landesverbandes Oldenburg kann unter 0441/92179-12 angefordert werden.
Aus- und Fortbildungsplan 2012
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Modern, zielgruppenorientiert und mit einem selbstbewussten Auftritt des Absenders - so präsentieren sich die neuen DRK-Zeitschriften "rotkreuzmagazin für Mitglieder, Freunde und Förderer" und "rotkreuzmagazin für Fach- und Führungskräfte".
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Bundesverdienstkreuz für Meike Müller
DRK ist stolz auf seine Vizepräsidentin
Die Ehrungsmöglichkeiten im Deutschen Roten Kreuz allein reichen nicht aus, um die Lebensleistung der Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Oldenburg, Meike Müller aus Delmenhorst, nach über 50jähriger ehrenamtlicher Mitarbeit zu würdigen.1957 gehörte sie zusammen mit ihrer Schwestern Bärbel zu den Gründungsmitgliedern des Jugendrotkreuzes, weitere Stationen waren später Schwesternhelferinnen-Ausbildung und Leiterin der Schwesternhelferinnen-Gemeinschaft mit Sitz im KV-Vorstandes, Mitarbeit in der weiblichen Bereitschaft, dann 1984 Übernahme der ehrenamtlichen Leitung Sozialarbeit und die Leitung einer Modellmaßnahme Altenhilfe, -alles in Delmenhorst-, dann folgte Engagement auf Landesverbandsebene und letztlich die Übernahme des Vizepräsidentinnen-Amtes vor fast 20 Jahren.
Ihr Engagement und ihr ständiges Bemühen um die einzelnen Menschen wurde bereits 1993 mit dem Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes gewürdigt.

Über ihr Rotkreuzwirken hinaus war Meike Müller als Schöffin am Amts- und Landgericht tätig, gehört dem Vorstand der Lebenshilfe an und sitzt im Verwaltungausschuss der Delme-Werkstätten.
Das Wahrnehmen von Ehrenämtern , das Einsetzen für die Gesellschaft ist für sie seit frühkindlicher Prägung im Elternhaus selbstverständliche Verpflichtung und Ehrenamt im wahrsten Sinne des Wortes eine Frage der Ehre.
Und das nimmt man ihr ab. Meike Müller ist in dem, was sie tut, absolut authentisch und Vorbild für viele.
Dass der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Christian Wulff, auf Vorschlag des Nds. Ministerpräsident David MacAllister Meike Müller das Verdienstkreuz am Band des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen hat, wurde deshalb im DRK-Landesverband Oldenburg mit großer Freude und auch mit Stolz auf diese verdiente Frau in den eigenen Reihen aufgenommen.
In einer Feierstunde am 20. Januar im Rathaus Delmenhorst überreichte der Oberbürgermeister der Stadt Delmenhorst de La Lanne Meike Müller die hohe Auszeichnung. Die gesamte Familie Müller (s. Foto) und eine große Schar von Freunden, Bekannten und Weggefährten wohnten der Zeremonie bei. Gastredner waren der Präsident des DRK-Landesverbandes Oldenburg Dieter Holzapfel und Hans Karl Pallas, Vorsitzender der Lebenshilfe Delmenhorst und Landkreis Oldenburg e.V..
Selbst in ihrer Dankrede verzichtete Meike Müller neben ihren anrührend persönlichen Ausführungen nicht auf einen erneuten Hinweis darauf, wie wichtig ehrenamtliches Engagement in der heutigen Gesellschaft sei.
Ehrenamtliche Tätigkeit stelle das unverzichtbare Scharnier zwischen staatlicher und privater Sphäre dar und bedürfe gesicherter rechtlicher Rahmenbedingungen, finanzieller Förderung und es bedürfe der Anerkennung und Wertschätzung. Eine Forderung, die von den Gästen mit lang anhaltendem Beifall unterstrichen wurde.
Festakt im Oldenburger Landtag
Ein großes Wiedersehen unter alten Weggefährten
Uwe Schwarz wurde heute in einer Feierstunde im Alten Landtag Oldenburg vor weit über 200 Gästen aus der Region und dem gesamten Bundesgebiet offiziell verabschiedet.Er trat nach über 40-jähriger erfolgreicher Tätigkeit für das Deutsche Rote Kreuz, davon 34 Jahre als Landesgeschäftsführer des DRK-Landesverbandes Oldenburg, am 31.12.2011 in den Ruhestand.
Nach Anfängen im Jugendrotkreuz Braunschweig und erster hauptamtlicher Rotkreuz-Mitarbeit in Köln übernahm er 1974 als hauptamtlicher Referent die Jugendrotkreuz-Geschicke. Schon knapp 4 Jahre später wurde er dann in die Position des Landesgeschäftsführers berufen.

Ein reger Austausch mit den Verbänden und Kollegen der DRK-„Nord-Schiene“ prägte seinen Arbeitsalltag ebenso mit wie die aktive Mitarbeit in den Gremien und Arbeitskreisen auf Bundesebene. Als Vertreter eines Landesverbandes mit 3 eigenen Mutter-Kind-Kur-Einrichtungen lag ihm hier insbesondere auch die verantwortliche Mitarbeit in den Gremien des Müttergenesungswerkes am Herzen.
Die bundesweite Wahrnehmung der Interessen aller Rotkreuz-Verbände im Aufgabenbereich Altkleidersammlungen über viele Jahre hinweg gehört zu Besonderheiten seines beruflichen Lebens. Sein Know how und seine Kontakte in diesem Bereich führten dann 1995 zu der Gründung der „ProStoff-Textilverwertungs-GmbH“, der alle DRK-Landesverbände und das DRK-Generalsekretariat als Gesellschafter beitraten. Ein Novum, eine Konstellation, die bis heute im Deutschen Roten Kreuz nicht wieder erreicht wurde. Fast 5 Jahre lang nahm Uwe Schwarz das Mandat aller Verbände im DRK, insbesondere als Verhandlungspartner gegenüber den Altstoffhändlern, gerne und erfolgreich wahr.
Aus Wertschätzung gegenüber dem Kollegen Schwarz wurde die ursprünglich für Dezember 2011 festgelegte Sitzung der Vereinsgeschäftsführung Bund (ihr gehören der DRK-Generalsekretär Graf Waldburg-Zeil, das 2. Vorstandsmitglied aus Bundesebene Bernd Schmitz, alle 19 DRK-Landesgeschäftsführer und 1 Vertreter der DRK-Schwesternschaften an) auf den 12. Januar nach Oldenburg verlegt; so konnten die Kollegen der Bundesebene heute ebenfalls an der Verabschiedung teilnehmen. Neben den vielen Vertretern des öffentlichen Lebens aus der Region, u.a. Parl. Staatssekretär MdB Thomas Kossendey und MdB Dr. Christiane Ratjen-Dammerau, machten sich u.a. auch 2 frühere DRK-Generalsekretäre, nämlich Johann-Wilhelm Römer und Dr. Jürgen Schilling, auf den Weg nach Oldenburg.
Launige Abschiedsreden hielten Dieter Holzapfel, Graf von Waldburg-Zeil, Dr. Georg Kamp und Uwe Schwarz selbst.
Die musikalische Umrahmung übernahm die ‚Oldenburgische Ratsmusik‘.
13. Januar 2012
Zwei junge Männer aus Kenia seit 1. Oktober für ein Jahr in Delmenhorst im Einsatz
Soziales Engagement überwindet auch Barrieren
Als Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres im Nordwesten Niedersachsens ist der DRK-Landesverband Oldenburg immer auch darum bemüht, jungen Menschen aus dem Ausland die Chance eines Einsatzes in Deutschland zu ermöglichen.Den aktuellen Durchgang 2011/2012 gestalten seit dem 1. Oktober auch zwei junge Männer aus Kenia mit.
Da mit der Lebenshilfe in Delmenhorst seit Jahren partnerschaftlich zusammengearbeitet wird, mussten die Verantwortlichen vor Ort auch nicht lange überzeugt werden, trotz der angekündigten Sprachprobleme zwei junge Afrikaner in den Wohnheimen für behinderte Menschen an der Hansastraße und am Vollersweg einzusetzen.
Anlaufschwierigkeiten gab es, insbesondere wegen der Sprache, durchaus. Aber dennoch haben sich beide inzwischen gut in die Arbeit ihrer Einsatzstellen eingefunden und sind froh, für sich diesen Schritt, ein Jahr in Deutschland soziale Arbeit zu leisten, entschieden zu haben. Nachdem sie jeden Tag einige Worte der deutschen Sprache mehr erlernen, sind sie ihrem persönlichen Ziel, die deutsche Kultur kennenzulernen, ein wenig näher gerückt.
Lange hatten beide auf ihr Visum, das der Präsident des DRK-Landesverbandes Oldenburg, Dieter Holzapfel, privat für sie bezahlt hat, warten müssen. Auf dem Frankfurter Flughaften wurden Stephen (22) und Joseph (20) Ende September von Elisa Traut, der Enkelin des Rotkreuz-Präsidenten, und Jochen Grote abgeholt. Sie hatten auch den Kontakt -Elisa nach eigenem Au-Pair-Aufenthalt in Kenia- zum FSJ-Träger Rotes Kreuz Oldenburg vermittelt und sich im Vorfeld sehr um die Einreisemodalitäten bemüht. In Delmenhorst wurden Stephen und Josef sehr herzlich aufgenommen.
FSJ-Träger und FSJ-Einsatzstelle übernehmen mit dem Einsatz junger Menschen aus dem nicht deutschsprachigen Ausland und aus völlig anderen Kulturen auch jeweils ein großes Stück Verantwortung. Trotz der nicht wegzudiskutierenden Probleme wird diese gesellschaftliche Aufgabe aber jeweils gerne übernommen.
Am 27. Dezember berichteten Stephen und Joseph gegenüber Pressevertretern über ihre ersten Monate in Deutschland. Mit dabei waren auch Elisa Traut (l.), DRK-Präsident Dieter Holzapfel (Bild), Lebenshilfe-Vorstandsmitglied und zugleich DRK-Vizepräsidentin Meike Müller und die Leitung Wohnen des Wohnheimes an der Hansastraße, Gila Nattke.
Krisenhelfer leisten Erste Hilfe für die Seele
11 neue Teilnehmer im Notfallseelsorge-Angebot
Elf neue Kriseninterventionshelfer gibt es im Landesverband Oldenburg - 9 davon aus Cloppenburg, 1 aus Oldenburg-Stadt und 1 aus der Wesermarsch.
Diese Kriseninterventionshelfer haben am Wochenende ihre Teilnehmerurkunde erhalten. Nach 80 Stunden intensiver Ausbildung überreichten DRK-Kreisvorsitzender Rudi Bley und DRK-Landesgeschäftsführer Uwe Schwarz die Urkunden. Auch die Geschäftsführer Michael Pahl, Cloppenburg, und Tom Borsum vom Kreisverband Oldenburg gehörten zu den Gästen.
Während der DRK-Kreisverband Cloppenburg seit vielen Jahren zu den Vorreitern in Sachen Krisenintervention und Notfallseelsorge gehört, gibt es in den Nachbarkreisen Oldenburg und Wesermarsch noch kein entsprechendes Angebot. Dies soll sich jetzt ändern. „Ich hoffe, dass sich weitere Personen melden, damit wir auch im Oldenburger Bereich mit der Psychosozialen Notfallseelsorge beginnen können“, sagte Geschäftsführer Tom Borsum.
Inhalte des Lehrganges waren unter anderem: Einführung in die Psychotraumatologie, Suizid, Kommunikation, Einsatzindikationen und Grundlagenwissen der Psychiatrie. Kreisvorsitzender Rudi Bley beschrieb die Arbeit der Psychosozialen Notfallversorgung als „Erste Hilfe für die Seele“. Die Mitarbeiter haben die primäre Aufgabe, Opfer und Hinterbliebenen sowie Angehörige nach traumatisierenden Ereignissen beizustehen.
Seit 2002 ist die Notfallseelsorge Tag und Nacht für Hilfesuchende einsatzbereit. „Obwohl ihre verantwortungsvolle Arbeit mehr im Verborgenen geleistet wird, hört man oft die Dankbarkeit der Betroffenen und die große Anerkennung der Bürger“, sagte Rudi Bley.
Quelle: NWZ
Offenes Angebot
Fortbildung für HelferInnen in der Pflege (Schwesternhelferinnen)
Traditionell bot der DRK-Landesverband Oldenburg auch in diesem Jahr wieder am Samstag vor dem 1. Advent einen Fortbildungstag für Pflegehilfsdienstkräfte in der Landesgeschäftsstelle an.Am Vormittag begeisterte Birgit Falldorf, examinierte Krankenschwester am Rotkreuz-Krankenhaus Bremen, Pflegedienstleitung und Einrichtungsleitung in der Altenhilfe, mit ihrem Vortrag über
„Schmerzmanagement in der Pflege“
-chronische & akute Schmerzen und ihre Behandlungsmöglichkeiten
-Einschätzung von Schmerzen (Fremd- Eigeneinschätzung), BESD ( Beurteilung und Einschätzung von Schmerzen bei Demenz)
-Schnittstelle zum Expertenstandard "Sturzprophylaxe" und "Dekubitusprophylaxe" sowie zur pflegerischen Prophylaxe bei Kontrakturen
-Beratungskompetenz
-Dokumentationsanforderungen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann munter weiter.
"Sexualität im Alter und bei Demenz" -Wahrnehmung von Sexualität im Pflegeumfeld
-Gibt es ein Recht auf Sexualität im Alter und bei Demenz?
-Lösungen oder Auswege aus der Tabuisierung
lautete das Thema.
Die Referentin, Andrea Steinmetzger, ausgebildete Sozialbetreuerin in der Altenpflege, Fachkraft für Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen, tätig in der Altenpflege im Alten- und Pflegeheim Bodenburgallee, konnte mit der Beantwortung aller Fragen und Wortmeldungen kaum nachkommen und nahm sich auch nach Veranstaltungsende noch Zeit für weiteren Gesprächsbedarf.
Alle 64 TeilnehmerInnen äußerten sich sehr zufrieden mit dem Fortbildungsangebot; die meisten meldeten schon gleich ihre erneute Teilnahme am Fortbildungstag 2012 an.
Auch DRK-Präsidiumsmitglied und Landesleiter der Sozialarbeit in Oldenburg, Inge Lohmann, und Vizepräsidentin Meike Müller ließen es sich nicht nehmen, die Veranstaltung mit vielen bereits bekannten Gesichtern zu begleiten. Vizepräsidentin Müller (v.l) übernahm am Morgen die Begrüßung und schilderte anhand einiger Beispiele die Weiterentwicklung der Landesverbands-Rotkreuzarbeit im ablaufenden Jahr.
„Münsteraner Erklärung“
DRK-Leitlinien für die Zukunft des Ehrenamts: Vielfalt, Spontanität, Anerkennung
Über 1.000 Engagierte, mehr als 30 hochkarätige Referenten, sieben Themenforen, drei Tage, drei Preisträger und eine gemeinsame Abschlusserklärung. Das ist die Bilanz des großen DRK-Zukunftskongresses, der vom 28. bis 30. Oktober 2011 in Münster stattfand. Gemeinsam haben die Teilnehmer die „Münsteraner Erklärung“ erarbeitet, die wichtige Leitlinien für die Zukunft des Ehrenamtes formuliert.
Auch der DRK-Landesverband Oldenburg war hochkarätig vertreten. Neben vielen Führungskräften der oldenburgischen Kreisverbände besuchten Vizepräsidentin Meike Müller, die Landesleiterin Sozialarbeit und DRK-Präsidiumsmitglied Inge Lohmann, Landesbereitschaftsleiter Martin Bullermann und Ehrenamtskoordinator Wolfhard Schattner den Kongress.
Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, sagt zur Schlussveranstaltung des Kongresses: „Ohne das persönliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist kein Staat zu machen. Das gilt vor allem in Zeiten des demografischen Wandels und der knappen Kassen. Damit wir auch in Zukunft in einer lebenswerten Gemeinschaft leben, müssen wir noch mehr Menschen für das freiwillige Engagement begeistern. Unsere ‚Münsteraner Erklärung’ setzt hierfür wichtige Impulse.“
Offener, jünger, spontaner, älter, gemeinsamer, anerkannter – das sind die Schlagworte der Erklärung. Gemeint ist, dass die Zielvorstellung eines lebenslangen Engagements nur zu verwirklichen ist, wenn einerseits das Angebot auch für alle Kulturen, sozialen Hintergründe und Altersgruppen attraktiv ist. Daran will das Rote Kreuz selbst arbeiten. Gemeint ist aber auch, dass freiwilliges Engagement noch stärker anerkannt und gefördert werden muss. Auch die Wirtschaft muss mehr Mitverantwortung für die Bürgergesellschaft übernehmen, beispielsweise durch die Freistellung von Arbeitnehmern für wichtige gesellschaftliche Aufgaben. Und die Politik muss das Engagement der Bürger noch stärker fördern, beispielsweise durch Steuererleichterungen für Zeitspenden.
Der Kongress war die größte Veranstaltung in Deutschland im Rahmen des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011. Weitere Informationen unter www.engagement-heute.de. Die vollständige „Münsteraner Erklärung“ finden Sie unter www.drk.de/presse.
Große Auszeichnung für Bad Zwischenahner Philatelisten
Lebenswerk gewürdigt
Für seine Verdienste um das Deutsche Rote Kreuz wurde in der Herbst-Landesausausschuss-Konferenz der DRK- Landesverbands-Präsidiumsmitglieder zusammen mit den 1. Vorsitzenden der oldenburgischen DRK-Kreisverbände Peter Hockemeyer aus Bad Zwischenahn (Foto Mitte) am 5. Oktober durch DRK-Präsident Dieter Holzapfel in der DRK-Landesgeschäftsstelle Oldenburg mit der Ehrennadel des DRK-Landesverbandes Oldenburg ausgezeichnet.
Viele der Anwesenden erinnerten sich gerne an seine Mitwirkung bei diversen Tagen der offenen Tür oder Jubiläumsverstaltungen vor Ort in den Kreisverbänden.

„Sie sind ein leidenschaftlicher Philatelist, der sich insbesondere auch mit den Themenbereichen
-50 Jahre Rotes Kreuz
-Das Internationale RK
-Das Internationale Komitee vom RK
-Die Liga der RK- und Rothalbmond-Gesellschaften und
-Das humanitäre Bewusstsein nach der Schlacht von Solferino beschäftigt hat.
Gerade die Motivgruppe „Rotes Kreuz“, der Sie seit 1983 als Mitglied angehören, war buchstäblich „Ihr Kind“, das Sie gehegt, gepflegt, manchmal mit hinaus in die Welt genommen und ansonsten großgezogen haben, was in diesem Fall ‚erweitert‘ und ausgebaut heißt“, führte Präsident Holzapfel u.a. aus.
Peter Hockemeyer hatte an die Öffentlichkeit gerichteten Veranstaltungen in der Vergangenheit durch seine hochwertigen Philatelie-Präsentationen zusätzlichen Glanz verliehen. Seit dem 10.Lebensjahr hatte er gesammelt und zu Beginn dieses Jahres 73-jährig wegen gesundheitlicher Probleme seine Leidenschaft aufgeben müssen.
Mit der Motivgruppe „Rotes Kreuz“ wirkte er weit über die Grenzen
des Landesverbandes Oldenburg hinaus quasi als Botschafter der Rotkreuz-
Grundsätze und –Idee. Seine Exponate sind auch DRK-Präsident Rudolf Seiters
gut bekannt, der schon mehrere Schreiben der Anerkennung nach Bad Zwischenahn übersandte.
„Dass Sie sich inzwischen aus dem aktiven Philateliegeschehen zurückgezogen haben, ist nur zu verständlich. Dass Sie dies aber nicht taten, ohne den DRK-Landeverband
Oldenburg vorher noch mit einem kompletten hochwertigen Kopiensatz all Ihrer angesammelten Schätze und Sammlungsstücke zu versorgen, haben wir dankbar angenommen. Inzwischen sind auch schon erste Ideen entwickelt worden, in welcher Form wir als Landesverband diese Sammlung als Kopie evtl. auch zukünftig noch der Öffentlichkeit zugänglich machen können“, führte Holzapfel weiter aus.
Das Bahnhofsviertel öffnete seine Türen
Letztlich hatte auch der Wettergott ein Einsehen
Das Rote Kreuz war nach der erfolgreichen Premiere desBahnhofsviertelfestes im vergangenen Jahr in diesem Jahr am 21. August
zum ersten Mal mit dabei.
Pünktlich wurde das Fest mit einem 2-minütige Pfeif- und Hubkonzert aller Beteiligten lautstark eröffnet und genauso pünktlich setzte ein kräftiges Regenschauer ein.
Ein halbe Stunde später war auch das vorbei und die Gäste von nah und fern konnten die vielen unterschiedlichen Angebote im Viertel nach Herzenslust nutzen.
Die Infostände beim Roten Kreuz in der Kaiserstraße zu den Themen „Freiwilligendienste“ und Mutter-/Vater-Kind-Kurberatung waren den ganzen Nachmittag über ebenso wie der Stand zur „Alkoholprävention“ mit Rauschbrillen-Simulation und alkoholfreien Cocktail-Angeboten gut besucht. Das frisch produzierte Popcorn und das Schminken von Kindergesichtern kamen natürlich insbesondere bei den jüngeren Besuchern prima an.
Besondere Aufmerksamkeit aber ernteten Rapper „Big chillum“ (Thies Köpcke) und seine Freunde für ihre musikalischen Darbietungen. Thies Köpcke, bis vor kurzem selber Angehöriger des Freiwilligen Sozialen Jahres beim Roten Kreuz, begeisterte die Zuhörer mit selbstgeschriebenen Raps zu Themen, die sehr viel auch mit den Werten und Idealen des Roten Kreuzes zu tun haben. Drei halbstündige Vorstellungen gab es an diesem Nachmittag, zum Teil gemeinsam mit Svenja Steenken und "Kaot MC" (Carol Petsching), und die Zwischenzeit wurde von "DJ Scorpio" (Torsten Puschmann) mit Musik vom Plattenteller gefüllt. Er bewies in seiner Musikauswahl viel Gespür - da war für jeden was dabei.
Am Abend waren sich alle an der Organisation Beteiligten einig: Im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei. Das Fest hat einfach Spaß gemacht und bietet insbesondere die Möglichkeit, viele junge Menschen und Familien anzusprechen und zu erreichen.
Bilder vom Viertelfest
Kommandofahrzeug der MTF erhält Standort beim DRK-Kreisverband Ammerland
Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau übergibt Fahrzeug im Wert von fast 60.000 Euro
Im Rahmen einer Feierstunde übergab der Polizeipräsident der Polizeidirektion (PD) Oldenburg, Hans-Jürgen Thurau,am 4. Juli einen Kommandowagen im Wert von fast 60.000 Euro an den Kreisverband Ammerland. Dieses vollständig aus Mitteln des Bundes finanzierte Fahrzeug ist ein Teil des gemeinsamen Ausstattungskonzepts von Bund und Ländern zur Ergänzung des Katastrophenschutzes und dient zukünftig der Führung und Leitung der im Aufbau befindlichen Medizinischen Task Force (MTF) der PD Oldenburg.
Bei der MTF handelt es sich um einen sanitätsdienstlichen Großverband aus verschiedenen Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion, der organisationsübergreifend mit 98 Angehörigen des DRK, des Malteser-Hilfsdienstes und zukünftig auch der Johanniter-Unfall-Hilfe eingerichtet wird, um bei der Bewältigung von spezifischen katastrophenmedizinischen Lagen, wie z.B. einem Massenanfall von Verletzten, zu helfen. Die organisatorische Anbindung erfolgt bei dem Dezernat für Brand- und Katastrophenschutz der PD Oldenburg.
Der Aufbau der MTF in der PD Oldenburg soll bis zum Jahr 2015 abgeschlossen sein. Den 98 Angehörigen werden dann 20 Fahrzeuge für Behandlung, Dekontamination Verletzter, Logistik, Transport und Führung zur Verfügung stehen. Im Einsatzfall übernimmt der DRK-Kreisverband Ammerland unter der Leitung von Björn Steinfeld die Führung dieses Einsatzgroßverbandes. Aus diesem Grund wird der Kommandowagen für die operative Führung auch dem Kreisverband Ammerland zugewiesen.
In Niedersachsen werden 6 MTF aufgebaut, je PD eine. Insgesamt entstehen im Bund 61 MTF. Der Bund stellt dafür langfristig mehr als 5000 Fahrzeuge zur Verfügung.
Hans-Jürgen Thurau zeigte sich erfreut darüber, dass sich sowohl der Bund als auch das Land Niedersachsen stetig bemühen, die technische Ausstattung im Katastrophenschutz zu erweitern und zu verbessern. Hierdurch werde auch ein wertvoller Beitrag zur Erhöhung der Motivation und ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung des Engagements der ehrenamtlich in den Hilfsorganisationen tätigen Helferinnen und Helfern geleistet. "Dass sich Menschen in Ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren und damit jederzeit ein Garant für schnelle Hilfe und verlässliche Unterstützung sind, ist ein unverzichtbarer und auch unbezahlbarer Dienst zum Wohle der Gesellschaft." erklärte Polizeipräsident Thurau bei der Fahrzeugübergabe.
Auch der Präsident des DRK-Landesverbandes,Herr Dieter Holzapfel, und der 1. Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Ammerland, Gerd Tapken, zeigten sich erfreut über die Übergabe. "Mit der Indienststellung des Kommandofahrzeugs wird wieder ein wichtiger Schritt zur Optimierung der technischen Ausstattung getan. Katastrophenvorsorge ist eine wichtige Aufgabe, die von den Hilfsorganisationen ohne finanzielle und materielle Unterstützung durch Bund und Länder kaum zu bewältigen ist." äußerten Dieter Holzapfel und Gerd Tapken übereinstimmend. Bei dem Kommandowagen handelt es sich um einen Mercedes Sprinter 316 CDI. Der Wagen hat 120 kW (163 PS), kann 9 Personen transportieren und kostet ca. 60.000 EUR. Der Kommandowagen verfügt über zwei fest eingebaute Fahrzeugfunkgeräte und sechs Handsprechfunkgeräte.
"Mütter werden zu Bittstellern"
Präsident Holzapfel übt scharfe Kritik an Krankenkassen
Mit scharfer Kritik hat der Präsident des DRK-Landesverbandes Oldenburg, Dieter Holzapfel, auf die zunehmende Sparpraxis der Krankenkassen bei der Genehmigung von Mutter-Kind-Kuren reagiert. Auf der 70. DRK-Landesversammlung außerte er sich besorgt über die restriktive Genehmigungspraxis , die auch erhebliche Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Kureinrichtungen des Roten Kreuzes habe, in denen 150 Mitarbeiter beschäftigt würden.Es könne nicht sein, dass die Krankenkassen Müttern und Vätern Leistungen verweigerten, die ihnen zustehen. Die Krankenkassen sollten aufhören, vermeintliche Kostenersparnisse zu Lasten der Gesundheit der Mütter auszutragen. Jede zu Unrecht abgelehnte Mutter werde zur Bittstellerin - und das dürfe nicht sein. Präsident Holzapfel: "Um seinen Rechtsanspruch darf man nicht kämpfen müssen."
Das Rote Kreuz setze seine Hoffnung darauf, dass der Widerstand in der Politik immer stärker werde.
Ein weiteres schwieriges Thema für das Rote Kreuz seien die Unklarheiten bei der von der Bundesregierung geplanten Einführung eines neuen Freiwilligendienstes. Der Landesverband bereite sich seit einem halben Jahr auf den Beginn vor. Nach mehreren Terminverschiebungen solle es nun im Juli losgehen, obwohl es immer noch ungeklärte Fragen wie das zu zahlende Taschengeld und die Pauschale für pädagogische Begleitung gebe.
Dieter Holzapfel unterstrich die Bedeutung, die das Ehrenamt für die Arbeit des Roten Kreuzes habe. Das Ehrenamt sei das Herzstück des Verbandes und viele Tätigkeiten wären erst durch ehrenamtliche Mitwirkung möglich.
Einen Überblick über die geleistete Arbeit sowie die Mitgliederentwicklung gab Landesgeschäftsführer Uwe Schwarz.
Mehre Personalentscheidungen standen ebenfalls an. Zum neuen Landesarzt wurde der frühere Chefarzt der Bundeswehr-Klinik Ammerland, Oberstarzt a.D. Johann-G. Helff, gewählt. Thomas Wendeln (Cloppenburg) wurde als Landesleiter des Jugendrotkreuzes bestätigt - ebenso wie Dr. Hans-Joachim Gottschalk (Wilhelmshaven) und Werner Albrecht (Oldenburg) als Mitglieder des Schiedsgerichts.
Für ihren Einsatz erhielten Petra Oltmanns (Bösel), Andreas Folkers (Jever) und Klaus-Peter Stölzle (Wilhelmshaven) eine Henry-Dunant-Medaille; Klaus-Günther Schwarz (Oldenburg) wurde mit der Ehrennadel des DRK-Landesverbandes Oldenburg ausgezeichnet.
(aus: NWZ Nr. 149 vom 29. Juni 2011/Jürgen Westerhoff)

