Marion Janßen
Stellv. Landesgeschäftsführerin
Zentralabteilung

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Oldenburgische Rotkreuzstiftung „Dieter Holzapfel”

Stiftung

Praktische Hilfen

So wird mit dem Stiftungsvermögen geholfen

 

Juni 2011

Firmenjubiläum  für guten Zweck genutzt

Das  Geschäftsführerehepaar Maike und Ulrich Dralle vom Hotel und Restaurant „Etzhorner Krug“, Oldenburg (http://www.etzhornerkrug.de),   feierte am 22. Juni 2011 das 10jährige Bestehen des Hauses nach dem Neubau dieses historischen Gasthauses.

Sie ließe alle geladenen Gäste im Vorfeld wissen, dass man sehr gerne auf Geld- und Sachgeschenke verzichte, und stattdessen einen Obolus für die „Oldenburgische Rotkreuzstiftung Dieter Holzapfel“ erbitte.

Eine nachahmenswerte Initiative, die zugunsten der  betroffenen Mütter mit ihren Kindern  über 3.000 Euro weiteres Stiftungskapital erbrachten.

Herzlichen Dank dafür!

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Artikel der Nordwestzeitung, Redaktion Jever (Ulrich Schönborn) vom 21.04.2010; Foto - Hans Friedrich Stenzel:

WANGEROOGE Die Seele baumeln lassen, die Meeresluft genießen und Abstand vom Alltag gewinnen - das können Familien aus den Landkreisen Ammerland und Oldenburg derzeit bei einem Kuraufent­halt in der „Villa Kunterbunt" des DRK auf der Insel Wangerooge.

Es handelt sich dabei um 69 bedürftige Personen, die sich eine solche Gesundheits­förderung sonst nicht leisten können. Ermöglicht hat den Kuraufenthalt die gleichnami­ge Stiftung des Präsidenten des DRK-Landesverbands Ol­denburg und Oldenburger Alt-Oberbürgermeisters Dieter Holzapfel.

Wangerooge

„Während des Aufenthalts auf Wangerooge werden neben der Gesundheit auch Freude und Familienleben, Kontakte und Gemeinschaftsfähigkeit gefördert", sagte Holzapfel, der die Gruppe am Dienstag gemeinsam mit Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls besuchte. Ein Schwerpunkt liege neben Sport und Spiel auf der Ernährungberatung.

Die Teilnehmer wurden mit Hilfe der Speisekammer des Deutschen Roten Kreuzes in Rastede und des DRK-Mehrgenerationenhauses in Wildeshausen ausgewählt. Die Speisekammer versorgt bedürftige Menschen analog zu den „Tafeln" mit Lebens­mitteln. Die „Zuzahlung" für den zehntägigen Aufenthalt beträgt einen Euro pro Tag. Alle anderen Kosten werden von der Dieter-Holzapfel-Stiftung getragen. Die Wangerooger Kurverwaltung verzichtete auf den Kurbeitrag.

Die Schulkinder wurden von ihren Schulen freigestellt - unter der Bedingung, dass sie auf Wangerooge einige Stunden am Tag unterrichtet werden, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Die Holzapfel-Stiftung wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, schwerpunktmäßig die Mutter-Kind-Arbeit des DRK-Landesverbands zu fördern. Das Rote Kreuz hat die „Villa Kunterbunt" voriges Jahr gepachtet und betreibt sie als Mutter-Kind-Kurklinik...

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Weiteres Beispiel

Praktische Hilfe für Mutter und zwei Kinder

Die Ausgangslage: Frau B., allein erziehend, kann die Kurkosten für ihre beiden kleinen Kinder nicht aufbringen. Die dringend benötigte Mutter-Kind-Kur kommt nicht zustande. Frau B. weiß nicht mehr weiter, der Alltag ist nicht mehr zu bewältigen.

Zur sozialen Situation der Familie

Die Trennung der Eltern im vergangenen Jahr verursacht bei den Kindern starke psychische Belastungen. Sie haben große Ängste, nunmehr auch noch die Mutter zu verlieren. Das jüngste Kind (6 Jahre) reagiert besonders ängstlich und benötigt ständig die Nähe der Mutter. Schon morgens, wenn die Mutter zur Arbeit fährt, muss sie
ihren Kindern versprechen, sofort nach Dienstschluss nach Hause zu kommen.

Selbst die Großeltern haben große Schwierigkeiten, dem Mädchen diese Ängste zu nehmen. Während der Betreuung an Wochenenden durch den Vater versichert sich das Mädchen ständig, ob die Mama auch zu Hause bleibt und sie bei Bedarf auch wieder abgeholt werden kann. Das Mädchen nässt seit der Trennung der Eltern wieder ein.

Der größere Bruder (9 Jahre) reagiert auf die Trennung der Eltern ausgesprochen aggressiv, sowohl gegenüber der Mutter als auch in der Schulsituation. Die Wochenenden beim Vater und seiner Lebensgefährtin verlaufen konfliktreich und enden häufig vorzeitig mit dem Wunsch, wieder zur Mutter zurückzukehren. Heftige Kopfschmerzen, die zunächst nicht diagnostiziert werden konnten, stellen sich nunmehr nach umfassenden Untersuchungen als Hirnkrämpfe heraus.

Alle Familienmitglieder sind in ständiger ärztlicher und fachärztlicher Behandlung. Eine stationäre Maßnahme, in diesem Fall Mutter-Kind-Kur, wird von den Ärzten für dringend notwendig erachtet und attestiert.

Verweigerung der Krankenkasse zur Übernahme der Kurkosten für die Kinder

Frau B. ist und auch ihre beiden Kinder sind in ärztlicher Behandlung, und die hier tätigen Ärzte attestieren die dringende Notwendigkeit einer Mutter-Kind-Kur. Die Postbeamtenkrankenkasse von Frau B. genehmigt die Kur. Die DAK weigert sich jedoch, die Kurkosten für die Kinder zu übernehmen (durch die Trennung der Eltern ergaben sich für die Familie unterschiedliche Krankenversicherungen). Die DAK erkennt keine Krisen bedingte Situation mit zusätzlichen Belastungen, die einen Kuraufenthalt der Kinder begründen würden. Trotz Widerspruchs und eines zusätzlich eingereichten Sozialberichtes der DRK Beratungs- und Vermittlungsstelle, in dem detailliert die belastenden, und damit gesundheitsgefährdenden Faktoren der Kinder aufgezeigt wurden, hat die DAK bis heute keinen positiven Bescheid einer Kostenübernahme für die beiden Kinder erteilt.

Wirtschaftliche Härtesituation

Die DRK Beratungs- und Vermittlungsstelle Cloppenburg sieht kaum noch Chancen, die Finanzierung für die Kinder über die Krankenkasse zu realisieren. Und die hier vorliegende besondere wirtschaftliche Härtesituation der allein erziehenden Mutter lässt die eigene Übernahme der Kurkosten für die beiden kleinen Kinder in Höhe von 2.659,02 € nicht zu.

Zum Wohle der Kinder und der Mutter war eine ganzheitliche Unterstützung insbesondere für diese Familie in der akuten Trennungssituation besonders wichtig.

Als DRK-Präsident Dieter Holzapfel von diesem Fall hörte, entschied er sich spontan, die Kurkosten für die beiden Kinder aus Mitteln der „Oldenburgischen Rotkreuzstiftung” zu übernehmen.

Frau B. und ihre Kinder konnten also gemeinsam eine dreiwöchige Kur im DRK-Mutter-Kind-Kurhaus auf Norderney verbringen und hier zum ersten Mal seit langem wieder das innere Gleichgewicht herstellen.

Auch seit dem Kurende sind Mutter und Kind nicht mehr allein gelassen, sondern werden durch die Kurnachbereitungsangebote des Roten Kreuzes ein Stück weit mit aufgefangen.