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Für ein Jahr „die Welt ein bisschen besser machen“

Jedes Jahr packen in Deutschland über 100.000 Freiwillige mit an, haben Ideen und bringen sich für die Gesellschaft ein. Sie geben Halt, sorgen sich um Menschen, unterstützen Hauptamtliche und sind sogar Lebensretter – und das in der Regel in Vollzeit und für ein ganzes Jahr.

Die Bewerbungsphase für den neuen Jahrgang 2020/2021 läuft aktuell. Wer nach der Schule und dem theoretischem Lernen den Puls des Lebens spüren und erfahren möchte, wie bereichernd es ist, anderen Menschen zu helfen, kann sich beim Deutschen Roten Kreuz im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder im Bundesfreiwilligendienst (BFD) engagieren. Lebensältere, die schon im Berufsleben standen, können ausschließlich im BFD ihre bisher gesammelten Erfahrungen weitergeben und neue Eindrücke dazugewinnen.

Ein Freiwilligendienst ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr. Während des FSJ oder BFD übernehmen die Freiwilligen Verantwortung für sich und das Gemeinwohl. Sie erarbeiten sich Kompetenzen, die ihre Berufschancen erhöhen, und lernen Dinge, die sie in ihrer persönlichen Entwicklung bereichern.

Ansprechpartnerin

Christina Mattner

Tel.: 0441 92179-22
Fax: 0441 92179-622
Mail: christina.mattner(at)lv-oldenburg.drk.de

„Ich konnte mir in der Zeit ein Bild davon machen, ob es der perfekte Job für mich wäre. Außerdem habe ich tolle Menschen kennengelernt! Es war eine unvergessliche Zeit.“, erzählt Cheyenne (17 Jahre), die ihr FSJ in einer Kindertagesstätte in Cloppenburg absolviert hat.

In der Regel dauert der Freiwilligendienst ein Jahr, und startet im August/September. Er kann auf 6 Monate verkürzt bzw. auf max. 18 Monate verlängert werden. Während dieser Zeit werden die Freiwilligen zum einen in der Einsatzstelle von Fachpersonal vor Ort angeleitet, zum anderen werden sie durch das pädagogische Team beim Träger, dem DRK Landesverband Oldenburg e.V., begleitet. Ein sechsköpfiges Team in der Abteilung Freiwilligendienste kümmert sich dort um alle Fragen und Belange, sowohl für die Einsatzstellen als auch für die Freiwilligen.

Ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit sind die 25 Bildungstage, die in Form einwöchiger Seminare vom Träger durchgeführt werden. Hier kommen pro Seminar rund 30 Freiwillige zusammen, um ihre praktische Tätigkeit in der sozialen Einrichtung zu reflektieren. Daneben geht es um einsatz- und lebensweltbezogene Inhalte. So finden z.B. Workshops zur Kommunikations- und Teamfähigkeit und zum Umgang mit Konflikten statt. Ferner sind auch gesellschaftlich relevante Themenkomplexe wie Kindeswohl, Inklusion, gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit gefragte Interessen von Freiwilligen.

In jedem Jahrgang findet anfangs ein Einführungs- und Kennenlern-Seminar statt, gefolgt von drei Zwischenseminaren, die über die Monate verteilt werden und in einem gemeinsamen, rückblickenden Abschluss-Seminar enden. „Auf die Seminare haben wir uns immer gefreut. Neben dem Pflichtprogramm hatten wir Zeit uns auszutauschen. Es wurde viel gelacht. Wir haben dort wunderbare Tage verbracht.“, erinnert sich Cheyenne. Die Seminararbeit stärkt außerdem das Selbstbewusstsein und liefert insbesondere jungen Freiwilligen das Rüstzeug für einen erfolgreichen Berufseinstieg und Lebensweg. Im Bundesfreiwilligendienst (BFD) sind fünf Tage von den 25 Bildungstagen als sogenanntes `politisches Seminar` in einem Bildungszentrum des Bundes verpflichtend.

Das Gefühl, gebraucht zu werden und sich persönlich einzubringen, ist eine wertvolle Erfahrung. „Viele von unseren Freiwilligen berichten uns hinterher, dass sie das Brückenjahr als sehr bereichernd empfunden haben“, erzählt Marina Kern, pädagogische Mitarbeiterin im DRK Landesverband Oldenburg. Fransziska und Thorge (beide 19 J.), die seit letztem Herbst im Waisenstift in Varel im Einsatz sind, haben den Eindruck, dass ihre Arbeit sehr wertgeschätzt wird. „Da ist es schön, etwas zurückzugeben.“

Es lohnt sich. Das Deutsche Rote Kreuz ist der größte Träger für Freiwilligendienste in Deutschland. Wer sich fürs DRK entscheidet, kann zwischen vielfältigen Einsatzstellen wählen. „Wir versuchen, für alle Bewerberinnen und Bewerber den passenden Platz zu finden“, sagt Christina Mattner, Leitung der Abteilung Freiwilligendienste beim DRK Landesverband Oldenburg e.V.. Damit soll erreicht werden, dass sich die Freiwilligen dort voll einsetzen können, wo sie sich engagieren möchten, und die Einsatzstellen bekommen motivierte junge Leute. „Die Freiwilligen sind in Kitas, Krankenhäusern und Kurkliniken, in der Betreuung und Pflege von Senioren, im Rettungsdienst und Krankentransport, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, im Erste-Hilfe-Bereich, in Schulen oder im Fahr- und Begleitdienst tätig“, erklärt Pädagogin Anne Höger, die ebenfalls die Freiwilligen betreut und begleitet.

Ansprechpartnerin

Anne-Christin Weller
Leitung Stab
Marketing + Kommunikation
Tel: 0441 92179-29
Mail: annecweller(at)lv-oldenburg.drk.de 

Für ihren Einsatz bekommen die Freiwilligen (bei uns) ein Taschen- und Verpflegungsgeld in Höhe von derzeit 378,- Euro im Monat. Zudem werden Sozialversicherungsbeiträge (wie z.B. Kranken- u. Rentenversicherung) übernommen. Nach dem Freiwilligendienst erhalten alle eine Abschlussbescheinigung und ein Zeugnis. Mit ihrem Freiwilligenausweis können sie, ähnlich wie Azubis oder Studierende, Ermäßigungen erhalten wie z.B. einen vergünstigten Einlass ins Kino. Unter www.für-freiwillige.de kann man genauer erfahren, wo es Extras gegen Vorlage des Freiwilligenausweises gibt. Wer zu Beginn oder während des Freiwilligendienstes zeitgleich einen Studienplatz zugewiesen bekommt, und sich im Anschluss an das FSJ / den BFD erneut darauf bewirbt, hat Vorrang vor den übrigen Studienplatzinteressierten. Ein Freiwilligendienst kann auch als Wartezeit geltend gemacht werden. In manchen Fällen wird er als Vorpraktikum für spezielle Studiengänge anerkannt.

Wer einen Freiwilligendienst bei einem DRK-Träger absolviert, erlebt in dem Jahr zudem das Gemeinschaftsgefühl der weltweit größten humanitären Bewegung. Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet unter dem Motto „Wir helfen Menschen. Weltweit.“ Die Freiwilligen leisten in den Einsatzstellen – sei es in kommunalen oder DRK-Einrichtungen – ihren ganz persönlichen Beitrag. Es geht auch darum, für ein Jahr „die Welt ein bisschen besser zu machen“, sagt Fransziska. Gefördert werden FSJ und BFD mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFS).

Bewerbungen nimmt die Abteilung Freiwilligendienste des DRK Landesverband Oldenburg e.V. jederzeit entgegen. Weitere Informationen zum Freiwilligendienst und zur Bewerbung befinden sich unter www.freiwilligendienste-oldenburg.de. Telefonisch sind die Mitarbeitenden unter der Rufnummer (0441) 921 79 -36 erreichbar.


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