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Kreisversammlung im DRK Kreisverband Wesermarsch

Die Zahl der Blutspender in der Wesermarsch nimmt wieder zu. Diese und andere Erfolge vermeldete Kreisgeschäftsführer Peter Deyle in der Kreisversammlung des Deutschen Roten Kreuz (DRK) am Donnerstagabend in Ovelgönne.

Nach 7904 Blutspenden im Jahr 2015 und 7246 in 2016 waren es im vergangenen Jahr 7970 Männer und Frauen, die „zur Ader gelassen“ werden konnten. Allerdings ist man damit von der Höchstmarke der letzten 15 Jahre, 9639 Spender im Jahr 2007, noch weit entfernt. Stellvertretender Landrat Dieter Kohlmann (CDU) aus Ovelgönne beklagte in seinem Grußwort die mangelnde Bereitschaft zu dieser „Selbstverständlichkeit“.

Er werde in der kommenden Woche in Großenmeer wieder Blut spenden. Neben Kohlmann begrüße DRK-Kreisvorsitzender Karl-Heinz Röben im „König von Griechenland“ Karin Evers-Meyer als Ehrengast. „Ich bin ja die Neue“, stellte sich die langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete aus Zetel den gut 50 Anwesenden vor. Denn Evers-Meyer ist erst seit gut einem Jahr Vizepräsidentin des Landesverbandes Oldenburg und wird wohl in einer Woche zur Präsidentin gewählt werden. „Wenn alles klappt“, so Evers-Meyer, tritt sie dann die Nachfolge von Dieter Holzapfel aus Oldenburg an.

Da sie aus einer sozialdemokratischen Familie stamme, sei es selbstverständlich, dass sie sich sozial engagiere, begründete Evers-Meyer ihre Kandidatur für den Landesvorsitz. Von 2005 bis 2009 war sie Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Deutliche Zuwächse verzeichnet der Kreisverband im Bereich der Lehrgangsangebote. 3201 Teilnehmer (2016: 2803) absolvierten Erste- Hilfe und darauf aufbauende Lehrgänge. Das Angebot, sich für Hilfe im Notfall zu qualifizieren, wurde auch von vielen Betrieben nachgefragt. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl des Landkreises seien 3201 Teilnehmer „eine gute Quote“, betonte Deyle.

Auch der 2013 begonnene Hausnotruf entwickelt sich zur Zufriedenheit des Kreisgeschäftsführers. Per 31. Dezember 2017 nahmen diesen DRK- Service 296 Menschen in Anspruch, aktuell seien es schon über 310, erklärte Deyle. Wobei er die deutlich gestiegene Verweildauer von 16,2 Monate in 2016 auf 22,1 Monate besonders hervorhob. Deyle sieht darin ein Indiz dafür, dass kranke oder behinderte Menschen, die jederzeit mit gesundheitlichen Risiken rechnen müssen, oder Menschen, die sich nach einer vorzeitigen Krankenhausentlassung alleine zu Hause unsicher fühlen, sich zeitiger für den Hausnotruf entscheiden, weil sie auf ein selbstständiges Leben im vertrauten Umfeld so lange als möglich nicht verzichten wollen.

Ganz wesentlich getragen wird die Arbeit des DRK von über 700 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Einige sind schon sehr lange dabei, so dass Kreisvorsitzender Karl-Heinz Röben einige Ehrungen vornehmen konnte. Mit Blumenstrauß und Präsent bedankte er sich für 45 Jahre Sozialarbeit bei Lotte Bohlken aus Schwei. Ausgezeichnet wurden Olaf Stieglitz aus Brake (35 Dienstjahre), Herlint Looschen aus Elsfleth und Tom Tantzen aus Oldenbrok (beide 25 Jahre). Nachgeholt werden die Ehrungen für Irmgard Pauka für 30 Jahre Sozialarbeit und für Marga Höpken, beide Jaderberg, für 25 Jahre.