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Mit Menschlichkeit durch die Vergangenheit: YOUNG SAVIORS gewinnen den JRK-Bundeswettbewerb 2018

Die besten Jugendretter aus ganz Deutschland waren beim diesjährigen JRK-Bundeswettbewerb zu Gast im Museumsdorf in Cloppenburg

Ansprechpartnerin

Anne-Christin Weller
Marketing und Kommunikation

Tel: 0441 / 9 21 79-29
anne-christin.weller(at)lv-oldenburg.drk.de  

 

Bei etwas frischen Temperaturen, aber blauem Himmel und Sonnenschein, fand vom 26.-28. Oktober 2018 der 39. Bundeswettbewerb des Jugendrotkreuzes der Stufe II im Museumsdorf Cloppenburg statt. Es war DAS Highlight für den JRK-Nachwuchs in diesem Jahr. Alle Teilnehmenden hatten zuvor ihren Landeswettbewerb gewonnen und traten nun um den finalen Bundessieg an.

Am Anreisetag am Freitag halfen ca. 50 Ehrenamtliche beim Aufbau und beim Empfang der Teilnehmenden, die aus dem ganzen Bundesgebiet anreisten. Trotz norddeutschem „Schietwetter“ klappte alles reibungslos.

 

Nach einem Starter-Briefing durch die Veranstaltungsleitung ging es dann am Samstagmorgen direkt los: Inmitten der historischen Kulisse des Museumsdorfes Cloppenburg mussten die 150 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren auf dem ca. 150 ha großen Gelände jeweils in Teams einen Parcours von 19 Stationen durchlaufen, an denen ihr Wissen und Können in den Bereichen Erste Hilfe, Rotkreuz-Wissen, soziales Engagement und Kreativität gefragt waren. Beim Deutschen Roten Kreuz steht der Mensch im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt lag daher im Wissen und den praktischen Kenntnissen in der Ersten Hilfe. Denn, was heute „Spiel und Spaß“ ist, dient der Vorbereitung für den Ernstfall. Wer in Erster Hilfe ausgebildet ist, kann im Falle eines Falles ein Menschenleben retten. Zur Orientierung auf dem weitläufigen Gelände gab es für jedes Team einen Parcours-Plan. Aufsteller mit weißen, heliumgefüllten JRK-Luftballons begrüßten die Teams an jeder Station. Beim Lösen der Aufgaben gingen die Jugendlichen wahrhaftig auf Zeitreise, denn einige Anlaufziele befanden sich im Innern der historischen Gebäude des Museumsdorfes. Diese „stammen“ z. T. aus dem 16. Jahrhundert und geben einen originalgetreuen Einblick in die Wohn- und Arbeitswelten der Menschen von damals. Es roch nach Lehm und die Augen mussten sich zunächst an die Dunkelheit in den Räumen gewöhnen. Strom ist heute wie damals in den Häusern nicht vorhanden.

An den Stationen waren bestimmte Aufgaben und Szenerien vorbereitet. Es mussten Brand- und Schürfverletzungen versorgt und verbunden, und bewusstlose Personen behandelt werden. An einer anderen Station fanden die Teams einen simulierten Reitunfall vor: Ein Vater war bei einem Reitausflug mit seiner Tochter vom Pferd gefallen. Hier musste nicht nur der Verunfallte, sondern auch das in Panik geratene Mädchen betreut werden. Die JRK-Teams kümmerten sich in allen Situationen vorbildhaft um die „Verletzten“ und versorgten diese fach- und sachgerecht. Dank der Realistischen Notfalldarstellung, die im Vorfeld etwa 50 Mimendarsteller täuschend echt geschminkt hatte, und dank der schauspielerischen Fähigkeiten der Mimen, fanden die Teilnehmenden sehr echt wirkende Unfallszenen und Verletzungen vor.

 

 

Neben der Ersten Hilfe gehörten zum weiteren Aufgaben-Pool auch Geschicklichkeitsübungen sowie soziale, musikalische und kreative Themenfelder. So musste z. B. ein Bild auf Leinwand zur JRK-Kampagne „Was geht mit Menschlichkeit“ gestaltet und erklärt werden. An anderer Stelle ging es um historische Musikinstrumente und eine Zuordnung von deren Klängen zu bestimmten Bildvorlagen. Die vielseitigen Wettbewerbsaufgaben spiegelten einen umfassenden Querschnitt der Bildungsarbeit im Jugendverband und der Rotkreuz-Gemeinschaft wider.

Den Schiedsrichtern kam eine wichtige Rolle zu: Neben der fairen und unvoreingenommenen Bewertung der Aufgaben war es wichtig, der Gruppe gegenüber anschließend die absolvierte Aufgabe konstruktiv zu reflektieren.

Unterm Strich ging es aber auch um Gemeinschaft, Spaß und Wettkampf. Der JRK-Nachwuchs war gut gelaunt und motiviert bei der Sache. Die gute Stimmung zeigte sich auch am Abend beim gemeinsamen Abendessen und der Siegerehrung in der Aula des Clemens-August-Gymnasiums. Jede Gruppe trat noch einmal mit einer eigenen Performance auf die Bühne.

 

Die diesjährigen Sieger

Gewonnen haben den diesjährigen Bundeswettbewerb die „Young Saviors“, das Team aus dem DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz (Kreisverband Mainz-Bingen). Den 2. Platz belegte die Gruppe aus Sachsen (Kreisverband Dresden) und die „Schildrettungskröten“ des Bayerischen Jugendrotkreuzes (Kreisverband Südfranken) machten den 3. Platz. Diese drei Siegergruppen dürfen zur Belohnung im übernächsten Jahr am Bundeswettbewerb der DRK-Bereitschaften teilnehmen. Für den Landesverband Oldenburg war der Schulsanitätsdienst des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht angetreten, und machte den 11. Platz. Das ist ein gutes Ergebnis, denn es ist nicht üblich, dass sich ein Schulsanitätsdienst für den JRK Bundeswettbewerb qualifiziert. Die Gruppe kann sehr stolz auf sich sein, im guten Mittelfeld gelandet zu sein.

Der Abend klang in Feierlaune in Gemeinschaft aus. Mit von der Partie war der Gitarrist und Sänger „Justin“ – ein junges musikalisches Talent aus dem DRK Landesverband Westfalen-Lippe, der mit zwei eigenen DRK-Songs das Publikum unterhielt. Später legte auch ein DJ Musik auf und das „Nachtcafé“ in der angrenzenden Turnhalle wurde zur Tanzfläche.

 

Unsere Ehrengäste

Neben zahlreichen Museumsbesuchern waren am Samstag besondere Ehrengäste als Zuschauer zu Gast und konnten sich ein Bild vor Ort machen, darunter Klaus-Dieter Ackermann, stellv. Bürgermeister der Stadt Cloppenburg, Marlis Hukelmann, stellv. Landrätin des Landkreises Cloppenburg, Dr. Julia Schulte to Bühne, Direktorin des Museumsdorfes, Annette Ovelgönne-Jansen, Schulleiterin des CAG, Karin Evers-Meyer, Präsidentin des DRK Landesverbandes Oldenburg e.V., Meike Müller, Vizepräsidentin des DRK Landesverbandes Oldenburg e.V., Roswitha Tromp, DRK Landesbereitschaftsleiterin, Martin Bullermann, DRK-Bundesbereitschaftsleiter, Sabine Aden, DRK-Landesleiterin Sozialarbeit, Antonius Lamping, Vorstandsvorsitzender des DRK Kreisverbandes Cloppenburg und Wolfgang Oltmanns, stellv. Kreisgeschäftsführer des Kreisverbandes Cloppenburg. „Wir sind sehr stolz auf unsere Nachwuchs-Rotkreuzler. Sie zeigen Mitverantwortung und soziales Engagement und leisten damit einen sehr wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft“, lobte Karin Evers-Meyer, Präsidentin des DRK Landesverbandes Oldenburg e.V.

 

 

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"Danke!" an alle Beteiligten

„Was nicht vergessen werden darf,“ so Hilke Loerts, JRK Referentin des DRK Landesverbandes Oldenburg e.V., „um diesen Bundeswettbewerb zu „stemmen“ und für die Teilnehmenden zu einem interessanten und unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen, waren zahlreiche Rotkreuzler in unterschiedlichen Funktionen an der Planung im Vorfeld und bei der Durchführung der Veranstaltung beteiligt“. Neben der Wettbewerbs- und Veranstaltungsleitung packten u. a. auch knapp 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit an. Wir können sie hier nicht alle aufzählen, doch es möge sich jede/r angesprochen fühlen: Ein herzliches DANKESCHÖN für deine / Ihre Unterstützung :-)

 

Apropos, Unterstützung:

Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, kann dies mit einer Geldspende tun, z. B. über eine DRK-Fördermitgliedschaft, oder auch durch eine „Zeitspende“: Wir suchen immer wieder ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in unterschiedlichsten Bereichen, die sich vorstellen können, ihre Zeit und ihr Wissen beim Deutschen Roten Kreuz einzubringen. Unsere Servicestelle Ehrenamt erreichen Sie unter der Tel. 0441 – 921 79-18.

Bei Interesse an einer Spende oder an einer Fördermitgliedschaft melden Sie sich bitte unter der Tel. 0441 – 921 79-29. Übrigens: Unser Dankeschön an unsere Unterstützer: Der DRK Landesverband Oldenburg bietet mit seinen 10 Kreisverbänden seit Neuem allen Fördermitgliedern und aktiven ehrenamtlichen Helfern kostenlos den „DRK Flugdienst“ und die „Medical Hotline“. Menschen in Notfallsituationen werden aus aller Welt nach Deutschland zurückgeholt: bei Versorgung nach „deutschem Standard“ garantiert nach spätestens 14 Tagen Krankenhausaufenthalt, bei Unterversorgung so schnell wie möglich. Mit diesem Rückholdienst und der 24h-Arzthotline haben DRK-Unterstützer ein sicheres Gefühl auf Reisen oder im Urlaub im Ausland.

 

 

Interesse, beim JRK mitzumachen?

Wer zwischen 6-27 Jahre alt ist und in seiner Freizeit gern etwas Sinnvolles tun möchte, z. B. anderen zu helfen, und dazu gern auch noch Spaß in Gemeinschaft erleben möchte, ist genau richtig beim Jugendrotkreuz. Das Jugendrotkreuz ist der eigenverantwortliche Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes. JRK-Gruppen gibt es in ganz Deutschland – und auch hier vor Ort. Was dort alles gemacht wird, erfährt man auf den Internetseiten und auf Facebook:

www.jrk-oldenburg.de
www.facebook.com/Jugendrotkreuz.Landesverband.Oldenburg/

 

Text: acweller/DRK Landesverband Oldenburg e.V.
Fotos: tcvölker/DRK Landesverband Oldenburg e.V.