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Platz 3 für So geht sozial! – Projekt des DRK Wesermarsch erfolgreich beim Förderpreis Helfende Hand

Das Projekt „So geht sozial!“ ist beim Förderpreis Helfende Hand mit dem 3. Platz in der Kategorie Innovative Konzepte ausgezeichnet worden.

Mit Ihrem Mitgliedsbeitrag unterstützen Sie unsere Arbeit und ermöglichen das Engagement freiwilliger Helferinnen und Helfer. Gleichzeitig profitieren Sie von unseren attraktiven Mitgliederleistungen.

Berlin/Brake. Das Projekt „So geht sozial!“ kombiniert Berufsorientierung und die Förderung ehrenamtlichen Engagements. Dafür wurde es am 3. Dezember bei der Preisverleihung des Förderpreises „Helfende Hand“ mit dem 3. Platz in der Kategorie „Innovative Konzepte“ ausgezeichnet.

Die „Helfende Hand“ ist ein vom Bundesinnenministerium getragener und seit 2009 verliehener Förderpreis, der das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz, also in der Hilfe, Rettung und Unterstützung bei Unglücksfällen oder Katastrophen, stärken soll.

Über 90 Prozent aller Rettungseinsätze in Deutschland werden von Ehrenamtlichen geleistet, das Ehrenamt ist damit eine zentrale Stütze unserer Gesellschaft. Trotzdem ist es zunehmend schwer Nachwuchs zu gewinnen. In der Kategorie „Innovative Konzepte“ werden daher Projekte ausgezeichnet, die die Attraktivität des Ehrenamtes mit kreativen Ideen und neuen, frischen Herangehensweisen fördern.

"So geht sozial!" kombiniert Berufsorientierung und Ehrenamt"

So geht sozial!" entstand aus der Einbindung des DRK Kreisverbandes Wesermarsch in das Berufsorientierungsprogramm (BOP) des Bundesministeriums für Forschung und Bildung. Das Berufsorientierungsprogramm wird auf lokaler Ebene durch freie Bildungsträger umgesetzt (Weitere Informationen). In der Wesermarsch betreut die Zeit & Service Beschäftigungsfördergesellschaft im BOP mittlerweile 10 allgemeinbildende Schulen. In der Projektleitung arbeitet Marco Busch mit, der zugleich ehrenamtlicher Ausbilder beim DRK-Wesermarsch ist. Busch reagierte auf den Wunsch der Schulen die Berufsorientierung um das Berufsfeld "Gesundheit und Soziales" zu erweitern und brachte daraufhin das Rote Kreuz ins Spiel. In der zweiwöchigen "Werkstattphase" des Programms übernimmt nun der DRK Kreisverband Wesermarsch die Betreuung und ermöglicht es den Schülern und Schülerinnen klassische Tätigkeiten in diesem Bereich auszuprobieren.

Rund 600 Schülerinnen und Schüler nehmen jährlich am BOP in der Wesermarsch teil. In der 7. Klasse werden ihre persönlichen Stärken analysiert. Danach folgt in der 8. Klasse die Praxis. Dafür besuchen sie zwei Wochen lang die Halle 21 in Brake und lernen 8 verschiedene Berufsfelder und ihre Tätigkeiten kennen. Aufgeteilt in Gruppen zu 15 Personen, verbringen sie 3 Tage im Part "Gesundheit und Soziales". Das DRK hat dabei erkannt, dass hier die einmalige Möglichkeit besteht mehr als nur das Berufsfeld vorzustellen und die Jugendlichen auch mit dem Bevölkerungsschutz und der individuellen Katastrophenvorsorge vertraut zu machen. Wer die Tätigkeiten und das Engagement für die Gesellschaft spannend findet, wird direkt zu den Trägern, wie THW, Freiwilliger Feuerwehr oder dem DRK selbst vermittelt.

Das Jugendrotkreuz in der Wesermarsch hat seitdem regen Zulauf erhalten. So rege, dass die beiden bestehenden JRK-Gruppen aus Elsfleth und Brake mit der Neugründung einer Jugendrotkreuzgruppe in Nordenham ergänzt werden sollen. Darüber hinaus konnte schon mehreren Schülerinnen und Schülern ein Praktikumsplatz im DRK angeboten werden. Andere hatten die Möglichkeit im Rahmen des jährlichen "Zukunftstag für Mädchen und Jungen" die Arbeit des DRK vor Ort kennenzulernen. Auf diese Weise stärkt der DRK Kreisverband Wesermarsch die weitere Berufsorientierung der Jugendlichen und macht ihnen gleichzeitigt das Engagement im Roten Kreuz schmackhaft.

Ansprechpartner

Tim Völker
Marketing und Kommunikation

Tel.: 0441 92179-31
Mail: tim.voelker(at)lv-oldenburg.drk.de 

Platz 3 in der Kategorie Innovative Konzepte

Diese Erfolge haben „So geht sozial!“ zu einem grandiosen dritten Platz in der Kategorie „Innovative Konzepte“ geführt. Projektinitiator Marco Busch, Tino Roccor, Sascha Minnemann haben, in Begleitung des Bürgermeisters der Stadt Brake Michael Kurz, die Auszeichnung entgegengenommen. Der dritte Platz ist mit einem Preisgeld von 3000€ dotiert. Das Preisgeld wird direkt in das Projekt zurückfließen. So würde Marco Busch gerne professionell gestaltete Stellwände anschaffen, auf denen sich Schülerinnen und Schüler über die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements in ihrer Gemeinde informieren können.

Darüber hinaus haben Busch und seine Mitstreiter „So geht sozial!“ auf der 8. BOP-Jahrestagung vorgestellt, die am 3. Und 4. Dezember ebenfalls in Berlin stattfand.  „So geht sozial!“ präsentierte sich dort als mögliches Musterbeispiel für andere Regionen, denn die Berufsorientierung in den 7./8. Klassen gibt es deutschlandweit. Berufsorientierung im und durch das Ehrenamt ist schließlich eine Win-Win-Situation, die sowohl dem Einzelnen als auch der Gesellschaft zu Gute kommt.

Weitere Projekte des DRK erfolgreich bei der Helfenden Hand

Der Förderpreis "Helfende Hand" wurde insgesamt in drei Kategorien verliehen, in denen jeweils 5 herausragende Projekte aus der Vielzahl an Bewerbungen für den Preis nominiert wurden. Außerdem nahmen alle nominierten Projekte an der öffentlichen Abstimmung zum Publikumspreis teil.


Neben „So geht sozial!“ aus dem DRK Kreisverband Wesermarsch e.V. waren noch andere Projekte aus dem DRK oder mit DRK-Beteiligung beim Förderpreis Helfende Hand erfolgreich. So erreichte da Projekt „Auf Sommerski zum Jugendrotkreuz“ des DRK Kreisverband Leipzig-Stadt e.V. den 5. Platz in der Kategorie „Nachwuchsarbeit“. „Gemeinsam gegen Gewalt!“, ein Gemeinschaftsprojekt von Augsburger Hilfsorganisationen, erreichte Platz 2 in der Kategorie „Innovative Konzepte“ und gewann darüber hinaus die Abstimmung zum Publikumspreis. Mit „Geocaching trifft Erste Hilfe“, ein Projekt des Bündnis Gemeinsam für Münster, ist das DRK auch am viertplatzierten Projekt der Kategorie „Innovative Konzepte beteiligt. Sowie auch am zweitplatzierten Projekt in der Kategorie Nachwuchsarbeit „Thüringer H7 Blaulichtcamps“, in dem sich die sieben helfenden Jugendverbände in Thüringen zusammengeschlossen haben. Zu guter Letzt ist das DRK auch an „Jugend trifft Blaulicht – Gemeinsam als Team“, des Stadtjugendrings Bornheim e.V. beteiligt, das den 4. Platz in der „Nachwuchsarbeit“ erreichte.

Wenn auch Sie die ehrenamtliche Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes bei Ihnen vor Ort unterstützen möchten, werden sie selbst aktiv oder helfen Sie uns als Fördermitglied. Als Fördermitglied profitieren Sie dabei  von unseren neuen, attraktiven Mitgliederleistungen, dem DRK-Flugdienst mit der Rückholversicherung „Ausland Plus“ und der „Medical Hotline“.

 

Tim Völker

Redaktion / DRK LV Oldenburg