· Pressemitteilung

Erste-Hilfe-Parcours durch ganz Garrel: DRK-Bereitschaften messen sich beim Kreis- und Landeswettbewerb

Die Notfalldarstellenden wurden realistisch geschminkt, um den Einsatzkräften ein möglichst realitätsnahes Szenario zu bieten. © Nolting / DRK
Die Mannschaft aus Oldenbrok versorgt die Amputation. © Nolting / DRK
Hier bewies ebenfalls die außerhalb der Wertung gestartete Mannschaft des Jugendrotkreuzes Markhausen ihr Können. Die JRK'ler der Stufe 2 (13-16 Jahre) errangen im JRK-Kreiswettbewerb in Löningen den Stufensieg und durften deshalb mit den 'Großen' starten. © Nolting / DRK
Bei einer fiktiven Hochzeit am Garreler Rathaus galt es für das Team Essen (Oldb.) & Lindern, eine alkoholisierte Braut sowie einen Passanten mit Kopfplatzwunde zu versorgen. Der Bräutigam erlitt zudem einen Krampfanfall und musste von den Mannschaften die Treppe herunter getragen werden. Das Brautstraußwerfen durfte nach Bewältigung der Aufgabe natürlich auch nicht fehlen. © Nolting / DRK
Das Team Essen (Oldb.) & Lindern errang den ersten Platz des Kreiswettbewerbs und ließ sich dafür von der Kreisbereitschaftsleitung feiern. © Nolting / DRK
Die Mannschaft aus Oldenbrok (DRK-Kreisverband Wesermarsch) sicherte sich in der Landeswettbewerbs-Wertung den ersten Platz (auf dem Foto zusätzlich Kreisbereitschaftsleitung und stv. Landesbereitschaftsleitung). Sie wird den DRK-Landesverband Oldenburg im September im Saarland beim Bundeswettbewerb der Bereitschaften vertreten. © Nolting / DRK

Am vergangenen Samstag, 6. Juni, verwandelte sich die Gemeinde Garrel zur Bühne eines besonderen Wettkampfs: Fünf Mannschaften des Deutschen Roten Kreuzes traten beim diesjährigen Kreis- und Landeswettbewerb der Bereitschaften an, verteilt über sechs Stationen mitten im Ort.

Aus dem DRK-Kreisverband Cloppenburg nahmen die Mannschaften Emstek / Cappeln, Lastrup sowie Essen & Lindern teil. Für den Landeswettbewerb startete zusätzlich die Bereitschaft Oldenbrok aus dem Kreisverband Wesermarsch. Als Gastmannschaft außerhalb der offiziellen Wertung bereicherte das JRK Markhausen den Wettkampf. 

Das Prinzip des Wettbewerbs ähnelt einer Ersten-Hilfe-Olympiade: Jede Mannschaft durchläuft einen Parcours aus fünf Praxisstationen sowie einer Theoriestation und muss dabei realistische Notfallszenarien unter Zeitdruck meistern. Für jede Aufgabe standen ​genau zehn Minuten zur Verfügung.

Realistische Szenarien an sechs Stationen

Die Einsatzlagen waren bewusst vielfältig und praxisnah, wenn auch natürlich bewusst etwas überspitzt gestaltet. In einer Kfz-Werkstatt mussten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auf einen Arbeitsunfall reagieren: Ein Auszubildender hatte beim Lackieren ohne Absaugung Lösemittelfarbe ins Gesicht bekommen und dabei über längere Zeit Farbnebel eingeatmet.

Am Rathausbalkon spielte sich eine dramatische Szenerie ab: Ein frisch Verheirateter erlitt beim Hochzeitselfie einen epileptischen Krampfanfall, sein Handy fiel auf einen Passanten, und die sichtlich alkoholisierte Braut sorgte für zusätzliche Herausforderungen bei der Einsatzbewältigung.

Beim fiktiven Freimarktlauf im Zielbereich galt es, einen Herzkreislaufstillstand zu versorgen und dabei einen verfügbaren AED einzusetzen; und das alles, während gleichzeitig weitere Verletzte und ein unübersichtliches Umfeld mit Zuschauern und laufenden Athleten die Lage komplex hielten.

Im Garreler Dorfpark kollidierten zwei Kinder an der Hügelrutsche. Neben den Verletzungen der Kinder forderte die blinde, allein auf einer Parkbank zurückgebliebene Großmutter die volle Aufmerksamkeit der Mannschaften.

Der wohl schwerste nachgestellte Unfall ereignete sich auf dem fiktiven Bauhofgelände. Dort simulierten die Organisatoren einen komplexen Arbeitsunfall: Eine abgetrennte Hand durch eine Kippmuldenklappe, ein gleichzeitig gestürzter Kollege mit Unterschenkelbruch und eine hinzukommende Hausärztin, die Unterstützung bei der Infusionsvorbereitung benötigte, stellten die Einsatzkräfte vor anspruchsvolle Entscheidungen unter Druck.

Ehrenamt im Mittelpunkt

Alle teilnehmenden Einsatzkräfte sind Ehrenamtliche. Neben den Mannschaften waren nahezu 70 Helferinnen und Helfer vor Ort, um die Stationen und den Wettbewerb reibungslos und so realitätsnah wie möglich durchzuführen. Zuschauen war - im Gegensatz zu reellen Einsätzen - ausdrücklich erwünscht, auf dem Aktionsplatz stellte das Ehrenamt zudem mehrere Sonderfahrzeuge aus. 

Siegerehrung 

Am Ende des Wettkampftages errang die Mannschaft des Jugendrotkreuzes einen äußerst starken vierten Platz des Kreiswettbewerbs, auch wenn sie außerhalb der offiziellen Wertung antraten. Den dritten Platz erkämpfte sich die Mannschaft aus Lastrup. Platz zwei ging an das Team der Bereitschaft Emstek/Cappeln. Den ersten Platz des Kreiswettbewerbs verdiente sich das gemischte Team der Bereitschaften Essen (Oldb.) und Lindern.  
  

Dadurch, dass der Kreiswettbewerb des DRK-Kreisverbands Cloppenburg zeitgleich als Landeswettbewerb des DRK-Landesverbands Oldenburg fungiert, ergab sich in der Schlusswertung des Landeswettbewerbs folgende Rangfolge:

Platz 5: JRK Markhausen

Platz 4: Lastrup

Platz 3: Emstek / Cappeln

Platz 2: Essen & Lindern

Platz 1: Oldenbrok (KV Wesermarsch)

Somit wird die Mannschaft aus Oldenbrok den DRK-Landesverband Oldenburg beim Bundeswettbewerb der Bereitschaften im September im Saarland vertreten.

Dank an Unterstützer und Gastgeber 

Ein besonderer Dank gilt den Helferinnen und Helfern, die diesen Wettbewerb möglich gemacht haben, sowie allen Betrieben, Institutionen und Privatpersonen in Garrel, die ihre Räumlichkeiten und ihr Gelände für die Wettkampfstationen zur Verfügung gestellt haben. Ohne dieses Entgegenkommen wäre ein so praxisnaher Wettbewerb mitten im Ortsleben nicht möglich.

Text: P. Nolting / DRK-Kreisverband Cloppenburg e.V.

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